Die einen nennen Sie Liedblätter, andere Abläufe oder Gottesdiensthelfer. Gemeint sind die unzähligen Zettel, die für viele besondere (in einigen Gemeinden auch für sämtliche) Gottesdienste gedruckt werden, dazu zählen auch Mitlesetexte für Schwerhörige. Wer mag, kann hier durch Digitalisierung deutlich an Papier sparen.
Dabei gehen Sie so vor, dass Sie das Liedblatt, das in der Regel ohnehin am Computer entworfen wird, über Ihre Homepage bereitstellen. Sie können z.B. ein Dokument mit LibreOffice entwerfen und als PDF exportieren. Dazu klicken Sie im Menü auf Datei, Exportieren als, Direktes Exportieren als PDF. Dieser Datei geben Sie dann jede Woche denselben Namen, bspw. „ablauf.pdf“. Wichtig ist, dass der Name derselbe bleibt und auch der Ablageort auf Ihrer Homepage. Dasselbe gilt für den Fall, dass Sie die einzelnen Elemente gar nicht erst in eine PDF pressen, sondern direkt auf einer Seite Ihrer Homepage einstellen möchten. Die Seite sollte permanent über dieselbe Adresse (URL) erreichbar sein, z.B. www.muster-gemeinde.de/ablauf.php. Von dieser Adresse (der URL) erstellen Sie anschließend einen QR-Code. Möglichkeiten gibt es dafür im Internet viele, z.B. https://www3.hu-berlin.de/qrcode/. Dort geben Sie oben die Internetadresse zur hinterlegten Seite bzw. Datei ein, z.B. „https://muster-gemeinde.de/ablauf.pdf“. Auf der rechten Seite wird dann der QR-Code generiert, den Sie sich herunterladen können, um ihn direkt auf Aushängen in der Kirche weiterzuverarbeiten.
Der Vorteil daran ist, dass der QR-Code sich durch die statische Bezugsadresse nicht ändert. D.h. diesen Code müssen Sie nur ein einziges Mal generieren und können ihn danach dauerhaft verwenden. Sie können den QR-Code sogar an der Eingangstür Ihrer Kirche auf einem Schild anbringen und Gottesdienstbesuchende können sich den Link auch als Lesezeichen einspeichern und schnell zum aktuellen Gottesdienstablauf gelangen. Damit dieser aktuell ist, stellen Sie ihn am Abend vor dem Gottesdienst online und entfernen ihn am besten auch gleich nach dem Gottesdienst wieder. Gottesdienstbesuchende mit Tablet können den Text dann in belieber Größe passend für ihre Sehkraft heranzoomen.
Ein weiterer Vorteil ist, dass das lästige Sparen und Knausern mit dem Platz entfällt, um hier oder da doch noch eine Seite einsparen zu können oder einen Zeilen- bzw. Seitenumbruch zu vermeiden. Denn für die Anzeige am Bildschirm brauchen Sie das Format nicht auf DIN A4 oder gar DIN A5 festlegen, sondern können einen durchgehenden Textverlauf nutzen, indem Sie entweder die Maße des Dokumentes in den Seiteneigenschaften anpassen, bevor Sie es als PDF exportieren oder aber die einzelnen Elemente gleich auf der Homepage untereinander einstellen, wo es ohnehin keine Seitenumbrüche gibt. Auch die Qualität eingebetteter Texte und Noten ist zumeist deutlich besser als bei gedruckten Exemplaren, wenn letzteres nicht professionell durchgeführt wird. Und schließlich spart es der Gemeinde nicht zuletzt auch Kosten, die ansonsten für den Druck fällig wären. In vielen Gemeinden wird sich dieses Angebot freilich nicht sofort durchsetzen, sondern eher ein zusätzliches Angebot, also eine Ergänzung sein.
Ein wichtiger Hinweis noch zu urheberrechtlich geschützten Werken: Sie können diese zwar auf der Homepage anzeigen, zu der sie verlinken, dürfen diese aber nicht zum Herunterladen (z.B. in einer PDF) anbieten, d.h. für die Einbettung in PDF-Dateien sollten Sie nur gemeinfreies (s.u.) Liedgut oder entsprechende Plugins nutzen, die den Download unterbinden.
